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Kompetenz aus Erfahrung
Reisebericht

Reisebericht von Herrn G

Moin Frau Pfeiffer,

nun ist es schon einige Tage her, dass ich wieder zu Hause bin. Diese Reise unterschied sich doch sehr von den anderen, die ich bereits mit Ihnen gemacht habe. Nicht nur, dass ich drei Tage warten musste, bis ich an Bord durfte auch die Reise war etwas kürzer. Mein Mitfahrer, hat Schwierigkeiten mit seinem Chef bekommen, weshalb er früher von Bord gegangen ist.

Ich war am 09.April frühzeitig am Gate des CTB. Da der Diensthabende meine Passdaten kannte, haben wir uns reichlich über meinen Geburtsort ausgetauscht. Das Schiff war zu diesem Zeitpunkt noch am CTA. Gegen 16.00 Uhr durfte ich an Bord und wurde von einem freundlichen Filipino empfangen. Dann die üblichen Formalitäten. Abends wurde das Schiff versetzt zum CTT. Am 10. April wurden wir morgens wieder versetzt zum EuroGate. Gegen 18.00 Uhr ging die Reise los.

Die Mahlzeiten, die der Koch zauberte, haben mir immer geschmeckt, obwohl ich nicht immer wusste, was ich gegessen habe.

Auf der Elbe und dem Kielkanal durften wir auf die Brücke. Wenn sich aber die Lotsen zu intensiv mit uns beschäftigten, wurden wir höflich hinauskomplementiert. Ansonsten war auch in der Revierfahrt der Brückenzugang reglementiert. Auf meinen vergangenen Reisen war der Brückenzugang auch nachts erwünscht, da die Offiziere durch Gespräche unterhalten wurden.

Die Crew bestand aus 14 Personen und wurde ausschließlich vom Personaldienstleister gestellt, auch die Offiziere. Die Offiziere, ausschließlich Ukrainer, waren sehr sparsam mit irgendwelchen Informationen.

Überall hingen Schilder und Plakate, was wie gemacht werden muss und was zu unterlassen ist. Die Türen auf den Decks nach außen waren dauernd verschlossen, sodass ich vom 5. Deck hinunter zum Poopdeck musste und außen wieder hinauf zum Brückendeck. Wahrscheinlich hat der Reeder schlechte Erfahrungen gemacht.

Ansonsten war es eine sehr ruhige und angenehme Reise. Die Ostsee war glatt wie ein Ententeich. In Gävle bin ich von Bord gegangen. Das war alles problemlos. Da ich schon einige Male in Schweden gewesen bin, war Gävle nicht sehr aufregend, aber ich konnte mir die Beine vertreten.

Die Rückfahrt war auch ruhig, diesmal ging es am Tage durch den Kielkanal. Bremerhaven kannte ich bereits von meiner Islandfahrt nach Reykjavik.

Am Freitag, 17. April um 23.15 Uhr haben wir am CTA festgemacht. Es folgten am 18.04. CTT und EuroGate bevor wir abends am CTB festmachten. Um 19.45 Uhr bin ich von Bord gegangen. Gegen 22.00 Uhr war ich wieder zuhause.

Fazit: Alles in allem hat mir die Reise gut gefallen. Es war wieder eine neue Erfahrung. Am besten habe ich mich mit dem Koch verstanden. Wir hatten einen „guten Draht“. Als ich mich bei ihm verabschiedete, hat er sich für die Offiziere entschuldigt, dass sie die Passagiere als notwendiges Übel betrachten. Das Gefühl hatte ich auch.

Mit freundlichem Gruß