Schnellfinder

Nach Kontinent


Nach Gebiet


Nach Dauer


Nach Nummer

Kompetenz aus Erfahrung
 

Firmengeschichte

Unsere Firmengeschichte
Seit 1982: Internationale Frachtschiffreisen Pfeiffer

Die Idee einer Wiedergeburt

1980 In der Seeschifffahrt sind Veränderungen angesagt. Langsam, aber immer deutlicher, setzt sich der Container durch. Neue Vollcontainerschiffe ersetzen die bisherigen Stückgutfrachter. Hapag-Lloyd und Hamburg-Süd, große deutsche Traditionsreedereien, trennen sich neben anderen Reedereien Schritt für Schritt von ihren herkömmlichen Stückgutfrachtern. Auf dem letzten „weißen Schwan des Südatlantiks“, auf der „Cap San Diego“, wird die deutsche Flagge am 10.12.1981 in Rendsburg niedergeholt. Glücklicherweise ist dieses Schiff dem Hochofen entkommen und liegt nun als Museumsschiff in Hamburg. (Auf dem Schwesterschiff, der „Cap San Augustin“, haben wir übrigens die Reise unseres Lebens nach Brasilien und Argentinien gemacht.)

Auf den neuen Containerschiffen sind keine Passagiereinrichtungen mehr vorhanden. Das Flugzeug hat scheinbar den Kampf um die Passagiere gewonnen.

Dann aber wird im April 1980 auf dem kleinen Küstenmotorschiff „Hansa“ eine neue Idee geboren. Ich befinde mich auf der Rückfahrt von Avairo/Portugal nach Rotterdam. Es ist meine 3. Reise als Passagier auf einem Frachtschiff.

Bei klarem Wetter und Sonnenschein zieht das Schiff mit 10 kn seinen Weg durch die Biscaya und ich bin der einzige Passagier in der siebenköpfigen Crew. An diesem schönen Seetag geht mir immer wieder durch den Kopf, dass es doch wohl immer noch Leute geben müsste, die dieses besondere Seeerlebnis auf einem Frachter genauso glücklich machen würde wie mich.

Die meisten Schiffe haben freie Kammern (z. B. Eigner- oder Pilotkabinen), die für den normalen Schiffsbetrieb nicht genutzt werden und leer über die Meere gefahren werden.

1981 Gute Beziehungen zur RMS (Rhein-Maas-See Schifffahrt) werden zu Gesprächen mit Reedereien genutzt. Zunächst gibt es viele skeptische Fragen: „Wer will wohl auf einem Arbeitsschiff mitfahren, ohne zusätzliche Stewards, ohne großen Service?“, „Wir haben kein Personal an Bord, dass sich um die Kammern, die Wäsche oder sonst um die Passagiere kümmern kann“. Diese und ähnliche Bedenken müssen in vielen Gesprächen ausgeräumt werden, immer im festen Glauben, dass es genügend interessierte Passagiere gibt, denen es mehr auf das Seefahrtserlebnis als auf besonderen Service ankommt.
1982 Unser erstes „Programm“ wird gedruckt. Es enthält nur 6 Reisen, meist mit kleineren Rhein-See-Schiffen in die Nord- und Ostsee, aber auch schon Reisen nach Spanien/Portugal und sogar nach Westafrika mit den so genannten Baco-Linern. Eine wichtige Frage muss gelöst werden: Wie erreicht man denn diese kleine potentielle Zielgruppe? Viele Anrufe und Gespräche mit Pressevertretern und Seefahrtsjournalisten müssen geführt werden, um die ersten kurzen Notizen oder Artikel mit Überschriften lesen zu können wie z. B.

„Es gibt sie wieder!

Reisen auf Frachtschiffen. Eine kleine Agentur aus Wuppertal…“

1985 Die Zahl der angebotenen Reisen hat sich auf „starke 10“ erhöht. Der Versuch, auch Segelyachten anzubieten, wird bald wieder eingestellt. Auf einem kleinen „Kümo“ von Duisburg nach Ostengland. Beim nächtlichen Besuch der „Rainbow-Bar“ in Grimbsy, einem alten, bekannten Fischereihafen, ist zum Glück unser Steuermann dabei (Größe 2,04 m, Gewicht 115 kg).
1988 Immerhin hat sich jetzt die Zahl der angebotenen Reisen auf 24 vergrößert. Erstmals können Reisen zu allen Kontinenten gebucht werden. Auch die erste Reise um die Welt gibt es schon. Waren anfangs die Kümos (kleinere Küstenmotorschiffe mit Stück- oder Massengütern beladen) die „Haupt-Passagierträger“, gibt es nun immer mehr Reiseangebote auf Containerschiffen. Leider werden bei diesen Schiffstypen die Liegezeiten kürzer und die „Bauernnächte“ seltener, aber als Ausgleich laufen sie oft auch mehr Häfen an. Aber noch gibt es die Ausnahmen: 7 Ladetage in London und 5 Löschtage in Malta, wie selbst erlebt.
1989 Das erste bunte Cover mit schwarz-weißen Bildern erscheint nun mit knapp 30 Reisen. Nun können wir auch bildlich die unterschiedlichen Schiffstypen wie Stückgut-, Container- und Kühlschiffe zeigen und die ersten Mannschaftsfotos vorstellen. Immer mehr Informationen werden nötig wie z. B. Hafenpläne, Allgemeine Informationen von A-Z, Formulare usw. Tief in die Südnorwegischen Fjorde bis nach Skien führt die diesjährige Frachtschiffreise.
1990 Die EDV hält Einzug (obwohl wir bis heute nicht auf unsere Karteikarten verzichten). Die neuen Techniken sind hilfreich, ersetzen aber nicht die wichtigen Gespräche mit unseren Kunden, um möglichst immer das passende Schiff und das richtige Zielgebiet zu finden. Hier helfen uns natürlich die vielen Reisen, die wir selbst immer auf den unterschiedlichen Schiffstypen machen.
1993 Mit 56 angebotenen Reisen können wir schon ein Programm vorstellen, in dem jeder etwas finden kann. Helsinki und Kotka im März mit viel Eis. Ohne Eisbrecher geht nichts mehr.
1995 In diesem Jahr fährt das erste Binnenschiff mit Passagieren auf Flüssen und Kanälen. Binnenschiffsreisen sind ein lang gehegter Wunsch unserer Kunden. Noch heute erinnern wir uns gern an Kpt. Emmer, der als erster auf seiner „Frohsina“ Passagieren den Einblick in die Arbeitswelt eines Flussschiffers ermöglicht.
1996 Karibik-Reise: St. Martin – Antigua – Trinidad & Tobago – Barbados – St. Lucia – Martinique u. a. Eine Traumreise mit Captain Axel, den jeder in diesem Fahrtgebiet kennt.
1997 Mit dem Trampschiff nach Schweden und Dänemark. 2.500 to. Weizen laden im Yachthafen von Juelsminde, 150 m vom Badestrand entfernt. Unvorstellbar!
1998 Zum ersten Mal können wir auch viele bunte Bilder zeigen von Schiffen, Kammern und Besatzung, um unseren Kunden ein besseres Bild vom Leben an Bord zu bieten.
1999 Auf einem brandneuen Schiff nach Casablanca – Melilla – Cartagena – Cadiz u.a. Polizeirazzia in Melilla. Alles Weitere erzähle ich nur persönlich!
2001 Das Internetzeitalter hat begonnen. Die ersten Schritte im Internet waren noch mit viel Unsicherheit verbunden. Im Vergleich zu heute: Viel zu viel Text und immer wieder technische Holpereien. Aber diese neue Kommunikationsart zeigt auch neue Möglichkeiten auf: Suchen und anklicken, was einen besonders interessiert. Man muss nur lernen, die Angebote kundenorientiert zu präsentieren. Ein Lehrjahr für uns. Ingesamt 76 Reisen zu 262 Häfen in 104 Ländern auf allen Kontinenten sind ein neuer Rekord.
2002 Mittelmeer-Reise nach Piräus und Istanbul. 5 Tage an der Kette gelegen wegen eines „kleinen griechischen Missverständnisses“. 5 Tage Landgang in Athen und Piräus!
2004 Mit unserem neuen Cover zeigen wir neben den verschiedenen Schiffstypen hauptsächlich drei Bereiche: Arbeiten, Erleben und Erholen an Bord. Schöne, realistische Fotos, oft von Besatzungsmitgliedern „geschossen“, zeigen den Alltag auf Arbeitsschiffen. Ein lang ersehnter Wunsch wird erfüllt. Durch den Panamakanal nach Chile. Schwimmbad auf dem Brückendeck! Auf dem Landweg über die Anden bis Buenos Aires. Hier können wir wieder viele Tipps geben.
2005 Unser Internetauftritt wird „aufgefrischt“, übersichtlicher und informativer gestaltet und besser zu handhaben. Wir erfahren viel Anerkennung und Lob von unseren Kunden. Mit einem 6.500 TEU Ostasienfahrer unterwegs (Länge: 300 m, Breite: 40 m). Ab Windstärke 10 spürt man etwas Bewegung im Schiff. Auf der Elbe können wir den kleineren Schiffen in den Schornstein sehen.
2006 WM: Deutschland : Argentinien in einem Pub in Dublin. Alle Iren haben sich mit uns gefreut. Eine Reise mit unserem sehr netten und kompetenten Kapitän aus Cuxhaven.
2007 In diesem Jahr besteht unsere Agentur seit 25 Jahren, übrigens kein Jahr, in dem wir nicht selbst eine Frachtschiffreise gemacht haben. Ein Grund, den Blick nach hinten zu richten, um die zurückliegende Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen, wie Sie es eben gelesen haben, aber auch einen Blick nach vorn zu wagen. Zunächst aber soll das Jubiläumsjahr den Anlass zum Dank geben.

Wir möchten uns bei unseren vielen Kunden bedanken, die uns z. T. seit mehr als 20 Jahren treu geblieben sind.

Wir freuen uns immer sehr, wenn wir Anrufe erhalten wie z. B: „Hallo, hier ist… Wir waren doch von der letzten Reise wieder sehr begeistert. Wohin könnten wir denn demnächst fahren? Welches Schiff oder Zielgebiet können Sie denn diesmal empfehlen?“

Diese oder vergleichbare Gespräche sind für uns immer die treibende Kraft, um laufend nach neuen Schiffen und Routen zu suchen und sie als interessante Reisen anzubieten.

2008 Ein Boom-Jahr: viele Kundenreisen, viele begeisterte Reiseberichte. Doch: der Schatten der Weltwirtschaftskrise zeigt sich am Horizont. (Eine eigene Reise nach Norwegen.)
2009 Nicht nur die Welt der Wirtschaft erlebt die Krise. Die Nachfrage nach Frachtschiffreisen ist ungebrochen hoch. Aber … uns gehen die Schiffe aus. Rund 600 Schiffe sind aufgelegt, d.h. ohne Beschäftigung. Doch für fast alle Kunden finden wir ein Schiff: “Ihr gebuchtes Schiff fährt nicht mehr nach Finnland, sondern nach Irland.” “Egal, Hauptsache Ihr habt ein Schiff für mich gefunden.” Diese und vergleichbare Sätze hören wir oft.
2010 Mit Nina Pfeiffer übernimmt die nächste Generation die “Schiffsführung”. (Siehe Mehr über das Team…) Mitte November beginnt unsere Reise nach Brasilien und Argentinien (IFR 340). 19 Tage dauert die Überfahrt bis Buenos Aires.
2011 Mitte Februar gehen wir nach 3 Monaten wieder von Bord. Hinter uns liegen rund 13.000 Seemeilen und ca. 12.000 km mit Auto, Mietwagen und Bus in Argentinien.

Auf der Rückfahrt sind alle Offiziere deutsche Staatsbürger. Eine tolle Reise. Gerne geben wir Tipps auch zur Landerkundung.

Weitere persönliche Frachtschifferfahrung in 2011: Kurzreise von Rotterdam in die Ostsee. Tipps zur Einschiffung, zum Landgang etc. geben wir gern weiter!

2012 Seit vielen Jahren spenden wir für die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Endlich dürfen wir selbst einmal mit einem Seenotkreuzer fahren, zum Glück nicht in Seenot, sondern als Gewinn einer Verlosung unter den Spendern. Auf der VORMANN STEFFENS geht es von Hooksiel in den Jade-Weser-Port, ein unvergessliches Erlebnis.
2013 Obwohl wir schon seit 1995 Binnenschiffsreisen anbieten, haben wir unsere Schiffsführer meist nur im Hafen besucht. Eine Ausnahme: eine Binnenschiffsreise Strasbourg – Linz – Wien, liegt schon einige Jahre zurück. In diesem Jahr ist das anders. Bei schönstem Wetter fahren wir von Heilbronn auf Neckar, Rhein und Amsterdam – Rijn-Kanal bis in die Grachtenstadt. Eine wunderbare Tour (IFR 057).
2014 Viel Arbeit ist für die Erstellung der neuen Homepage nötig, die ab Anfang des Jahres zur Verfügung steht. Über die vielen lobenden Anrufe und mails freuen wir uns sehr. Sie motivieren uns, immer nach weiteren Verbesserungen zu suchen.
2015 In diesem Jahr sind wir mit einem kleinen Schiff unterwegs. Mit der gecharterten DELFIN fahren wir von der Saar über Mosel, Rhein-Marne-Kanal – Marne – Seine nach Paris und zurück Oise – Aisne – Ardennenkanal – Maas und zurück auf die Saar. 1.400 km mit 289 Schleusen. Diese Reise dient auch als Informationstörn, um noch besser das potentielle Fahrtgebiet unserer neuen Binnenschiffsreise IFR 069 kennenzulernen.
2016 Noch nie haben wir so viele Fotos und Berichte von unseren Passagieren erhalten. Von Reisen auf Schiffen mit 18.000 Containern bis zu den kleinen Binnenschiffen auf den französischen Kanälen. Besonders interessant sind diese Reiseberichte natürlich für die Kunden, die gerade die eine oder andere Reise selbst unternehmen wollen.
2017 Ein kleines Jubiläum wird nicht groß gefeiert: 35 Jahre Internationale Frachtschiffreisen Pfeiffer GmbH. Der Kreuzfahrtboom beschert uns neue Kunden. Ein kleiner Prozentsatz will auch die echte Seefahrt kennen lernen.
Dazu ein internes Jubiläum, auf das wir stolz sind: Frau Falkenberg und Frau Weber sind jetzt schon 10 Jahre mit an Bord!
2018 Seeluft schnuppern in der nächsten Generation. Enkel (13) und Großvater auf Tour, Kurzreise England: IFR 102.
2019 Seit jetzt 10 Jahren hat Nina Pfeiffer als Geschäftsführerin das Ruder in der Hand und hat die Agentur zusammen mit Frau Falkenberg und Frau Weber zu einem der führenden Anbieter von Frachtschiffreisen weiter entwickelt.
2020 Anfang des Jahres waren bereits rekordverdächtig viele Reisebuchungen eingegangen. Dann kam die Corona-Pandemie- Fast alle Reisen mussten storniert oder verschoben werden. Kurzarbeit, aber auch finanzielle Unterstützung durch Land und Bund halfen weiter. Eins war uns immer klar: wir halten durch.
Wir freuen uns über die vielen freundlichen, unterstützenden Kundenzuschriften, die uns erreichen!
2021 Die Pandemie hat uns fest im Griff. Wir können nahezu keine Reisen durchführen. Immer wieder müssen wir Fahrten verschieben. Wir nutzen die Zeit und investieren in eine neue, moderne Homepage.
2022 Endlich gibt es Lichtblicke. Erste Reedereien erlauben ab Mai wieder Passagiere an Bord, weitere Reedereien folgen im Juli. Das Angebot bleibt klein, aber wir fühlen eine „Aufbruchstimmung“ und freuen uns, vielen Kunden den Traum von einer Frachtschiffreise wieder erfüllen zu können.
2023 Anker auf. Auch wenn die Langzeitreisen noch fehlen haben wir in der Nord- und Südeuropafahrt wieder für viele Passagiere ein Schiff gefunden und knüpfen an das erfolgreiche Jahr 2019 an.