Die Reise führte vom Amsterdamer Hafen über IJmuiden in die Nordsee, weiter durch Skagerrak und Kattegat sowie durch den Öresund in die Ostsee. Über Södertälje erreichte das Schiff den Mälarsee und den Hafen Västerås. Die Rückreise begann am 19. August, führte erneut über Södertälje, mit einem längeren Aufenthalt in Oxelösund, anschließend durch den Öresund, Kattegat und Skagerrak und schließlich über die Nordsee direkt nach Antwerpen.
Besonders charakteristisch ist der Wechsel zwischen offener Seeschifffahrt und der vergleichsweise engen Binnenwasserstraße zum Mälarsee. Das Schiff ist mit seinen Abmessungen für diese Fahrt deutlich kleiner als die heute zulässigen Maximalabmessungen auf der Mälaren-Fahrrinne und kann die große Schleuse von Södertälje passieren.
Die Reise begann am 14. August in Amsterdam. Vom Hafen führte der Weg westwärts durch den Noordzeekanaal nach IJmuiden. Dieser Abschnitt bildet den Übergang vom geschützten niederländischen Binnen- und Hafenrevier zur offenen Nordsee. IJmuiden ist deshalb in der Routenlogik ausschließlich Teil der Hinreise. Nach dem kurzen Aufenthalt in IJmuiden verließ das Schiff noch am Abend des 14. August das niederländische Küstenrevier. Auf der späteren Rückfahrt nach Antwerpen blieb das Schiff auf der Seeroute und lief weder IJmuiden noch Amsterdam erneut an.
Von der niederländischen Küste verlief die Reise nordostwärts über die Nordsee. Nördlich von Jütland geht die Nordsee in das Skagerrak über; anschließend führt die Route in das Kattegat. Dieser Abschnitt ist der lange Seeteil der Reise und verbindet die niederländische Küste mit den dänischschwedischen Gewässern.
Zum Schleusenkomplex in IJmuiden gehören die Kleine Sluis und Zuidersluis (1876), die Middensluis (1896), die Noordersluis (1929) sowie die 2022 eröffnete Zeesluis IJmuiden. Die neue Seeschleuse misst 500 m in der Länge, 70 m in der Breite und 18 m in der Tiefe. Sie ermöglicht großen Seeschiffen einen weitgehend tideunabhängigen Zugang zwischen Nordsee und Noordzeekanaal. Zugleich ist der Schleusenkomplex Teil der primären Wasserbarriere an der niederländischen Küste.
Bei jeder Schleusung gelangt salzhaltiges Nordseewasser in den Noordzeekanaal. Da Salzwasser eine höhere Dichte als Süßwasser besitzt, sammelt es sich bevorzugt in tieferen Wasserschichten. Die bei IJmuiden errichtete Zoutdam nutzt diesen Dichteunterschied: Über eine bodennahe Öffnung soll vor allem das salzhaltigere Tiefenwasser in Richtung Spui- und Gemaalcomplex geführt und zur Nordsee zurückgebracht werden. Damit soll die weitere Versalzung des Noordzeekanaals begrenzt werden. Das Spui- und Gemaalcomplex hat zugleich eine zentrale Funktion für die Entwässerung großer Teile Westniederlands. Rijkswaterstaat gibt für das Pumpwerk eine jährliche Wasserabfuhr von rund 3 Milliarden m³ an. Die Zoutdam beeinflusst allerdings die hydraulischen Verhältnisse vor den Pumpen stärker als ursprünglich erwartet; deshalb werden Betrieb und Wasserabfuhr derzeit aufeinander abgestimmt.
Von der niederländischen Küste verlief die Reise nordostwärts über die Nordsee. Nördlich von Jütland geht die Nordsee in das Skagerrak über; anschließend führt die Route in das Kattegat. Dieser Abschnitt ist der lange Seeteil der Reise und verbindet die niederländische Küste mit den dänischschwedischen Gewässern.
Am 17. August erreichte das Schiff Södertälje. Der Södertälje-Kanal verbindet die Ostsee mit dem Mälarsee. Die Schleuse ist nach Angaben der schwedischen Seeschifffahrtsverwaltung 135 m lang und 19,6 m breit. Mit etwa 97,5 m Länge und 15,9 m Breite liegt die ODIN innerhalb dieser Abmessungen. Für die Mälaren-Fahrrinne werden gegenwärtig als maximale Schiffsabmessungen für Västerås und Köping 135 x 18 x 6,8 m genannt. Auch unter diesem Gesichtspunkt passt das Schiff mit rund 97,5 x 15,9 x 5,9 m in das Revier. Die Fahrt durch Södertälje ist daher ein besonders anschaulicher Übergang von der Seeschifffahrt zur Binnenseeschifffahrt.
Nach der Passage von Södertälje fuhr das Schiff durch den Mälarsee nach Västerås. Die Ankunft erfolgte am 18. August um 00:49 UTC. Der Aufenthalt dauerte bis zum 19. August, 15:27 UTC. Västerås war damit der Wendepunkt der Reise. Der Mälarsee ist kein gewöhnlicher Binnenabschnitt: Er besitzt ausgebaute, für die Handelsschifffahrt bestimmte Fahrrinnen zu den Häfen Västerås und Köping. Die schwedische Seeschifffahrtsverwaltung hat diese Fahrwasser durch Baggerungen und Navigationshilfen für größere Schiffe ertüchtigt.
Am 19. August verließ das Schiff Västerås und erreichte Södertälje am selben Abend. Nach der Passage zurück in die Ostsee lief es am 20. August um 02:44 UTC Oxelösund an.
Oxelösund war der längste dokumentierte Hafenaufenthalt dieser Reise. Die Abfahrt erfolgte am 23. August um 11:34 UTC. Damit ist die zeitliche Reihenfolge eindeutig: Västerås 18./19. August, Södertälje am Abend des 19. August, Oxelösund vom 20. bis 23. August.
Nach dem Auslaufen aus Oxelösund führte die Rückfahrt durch die Ostsee zum Öresund und anschließend durch Kattegat und Skagerrak zurück in die Nordsee. Anders als auf der Hinreise wurde die niederländische Hafenfolge Amsterdam-IJmuiden nicht wiederholt.