Reisebericht

Herr W. schrieb uns:

Hallo liebe Agentur Pfeiffer,

nachdem ich Zeit hatte die Reise zu rekapitulieren, möchte ich gerne ein erstes Feedback loswerden. Rundherum gesagt, es war ausgesprochen interessant als Passagier die MS Gertrud begleiten zu können. Ihre Beschreibungen über das Leben und Reisen auf einem Frachtschiff treffen das Thema sehr wirklichkeitsnah. Angefangen von der offenen und herzlichen Aufnahme an Bord bis hin zum ganz normalen (Arbeits)alltag der sich nach kurzer Zeit auch für den Passagier einstellt, haben sich meine Vorstellungen wie es wohl an Bord eines modernen Containerschiffes zugeht, positiv erfüllt. Man fühlt sich schnell heimisch an Bord. Wobei der Begriff "Arbeitsalltag" natürlich für den Passagier ganz entspannt aus der Distanz zu betrachten ist.

Der riesige Hafen in Rotterdam oder die beeindruckende Kaianlage in Felixstowe mit ihren gigantischen Portalkränen und die unglaubliche Geschwindigkeit der Be- und Entladevorgänge aus nächster Nähe erleben zu können, ist eine interessante Sache. Und das alles erlebt man nicht etwa als Tagesbesucher auf einer Hafenrundfahrt bei Kaffee und Kuchen, sondern aus der exponierten Sicht eines an sich ja unbeteiligten Beobachters, der sich während seines Aufenthaltes an Bord eines Frachtschiffes kurzerhand ganz nah und mittendrin im turbulenten Geschäft des Weltweiten Warenumschlages wieder findet. Vor Tanger in der warmen Abendsonne auf Reede zu liegen, und zuvor auf der Fahrt erlebt zu haben, wie im Dunst am fernen Horizont doch tatsächlich Afrika auftaucht, vermittelt einem etwas von dem Gefühl, das man gerne als "die große weite Welt" umschreibt. Und überhaupt, angefangen beim kleinsten Fischerboot, den großen Fähren/Speedbooten bis hin zu den gigantischen
Container- und RoRo-Schiffen, welche auf den Wasserstrassen als permanente Begleiter anzutreffen sind… was für ein Verkehr und eine Geschäftigkeit auf dem Meer herrscht, unglaublich.

Ein Wehrmutstropfen liegt Naturgemäß in den sehr kurzen Liegezeiten. In Felixstowe standen hierfür gerade mal 4 Stunden zur Verfügung. Auf einen Landgang verzichtet man dann besser. Zumal die Liegezeit und somit auch die avisierte Zeit für einen Landgang dann Aufgrund schnellerer Löschung auch noch um eine halbe Stunde unterboten wurde, worauf es sofort hieß, "Leinen los"! Wenn man da als Landgänger unterwegs ist, winkt man schlimmstenfalls vom Kai aus mit einem Taschentuch dem Dampfer hinter her. Ok. soweit kam es ja nicht. Ich denke der Schwerpunkt einer solchen Fahrt liegt eindeutig auf dem maritimen Bereich. Wie mag das Seefahrerleben wohl vor 40 Jahren ausgesehen haben, als es noch keine Container gab und auch die Mannschaft noch Zeit für Landgänge hatte? Die Zeiten für Seefahrerromatik scheinen zumindest für die Seefahrer selbst endgültig vorbei zu sein.

Ein wenig problematisch war für mich das Schlafen. Nicht wegen der Schiffsbewegungen, wir hatten teilweise bis Stärke 8, was mir nichts ausgemacht hat. Vielmehr Aufgrund des im Hintergrund fortwährend dröhnenden Diesels. Trotz Ohrenstöpsel war die Geräuschkulisse unter Fahrt immer noch recht "kräftig", und die Matratze wirkte wie ein Resonanzkörper. Wobei dieses Problem nur in der Koje auftrat, im Wohnraum war es an sich Ausreichend leise. Vielleicht ist es nur eine Frage der Dämmung des Schlafraumes. Richtig ausgeschlafen war ich deshalb auf dieser Reise eigentlich nie, wobei dies für die 2 Wochen alles in allem erträglich blieb. Ich habe das Problem erfolgreich mit reichlich Kaffee beim Käpt´n auf der Brücke "bekämpft".

Dann sei noch die Sat/TV-Anlage zu nennen. Fernsehempfang war nur teilweise oder gar nicht möglich, weil die Bordtechnik keinen konstanten Empfang ermöglicht und Aufgrund der Schiffsbewegungen immer wieder den eingestellten Sender verliert. Das nur am Rande, für mich war es kein Problem, da ich froh war auch mal ohne Glotze leben zu können. Es ist vielleicht für zukünftige Passagiere wichtig.

An dieser Stelle möchte ich nochmals meinen Dank an den Kapitän nebst Mannschaft für die Gastfreundschaft und die interessante Zeit an Bord richten. Das offene Entgegenkommen und letztlich auch die Unkompliziertheit und die Freiheiten welche der Passagier an Bord geniest, machen eine solche Fahrt aus.

 

Südeuropa 7

 

Südeuropa 8

Reiseberichte Südeuropa

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    Sehr geehrte Damen und Herren, liebes FSR-Pfeiffer-Team, nach meiner Rückkehr von der Reise Rotterdam-Lissabon-Porto-Rotterdam eine kurze Rückmeldung: war super, jederzeit zu empfehlen. Schiff [mehr...]
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    In Genua - hatte eine super Überfahrt nach Genua. "Rickmers Tokyo" und Crew waren einfach spitze, schade dass schon vorbei... morgen fängt dann die Schinderei an. Beste Grüße. ...Wir hören [mehr...]
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    Hallo liebe Agentur Pfeiffer, nachdem ich Zeit hatte die Reise zu rekapitulieren, möchte ich gerne ein erstes Feedback loswerden. Rundherum gesagt, es war ausgesprochen interessant als Passagier [mehr...]
  • Herr F. schrieb uns:
    Sehr geehrte Frau Pfeiffer, sehr geehrter Herr Pfeiffer, zugesagt hatte ich, mich zu melden. Am 29. Mai ging ich an Bord der OPDR Lisboa in Rotterdam. Die aus Ihrem Hause erhaltenen Infos zu [mehr...]

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