Reisebericht

Herr G. berichtet von seiner Weltreise (auszugsweise):

Auckland:
Die Fahrt nach Auckland war eindrucksvoll. Immer wieder tauchten große und kleine Inseln vor uns auf, denen wir ausweichen mussten.  Ich saß auf der Brück und verglich Karten, Kurs und die äußerst verschiedenen Formen der Inseln, die alle vulkanischen Ursprungs sind und vor rund 30.000 Jahren entstanden. Deutlich sind noch die Lavaströme zu erkennen, die sanfte Neigung der Abhänge, die jedoch abrupt in einer zuweilen 50 m hohen Abbruchkante enden. Die Hänge sind teilweise bewaldet, oder es befinden sich weideähnliche Grünflächen darauf. Ich sah einige Kleinstädte in Buchten versteckt, aber auch einzelne Farmen und Ranchhäuser. Nach einigen Kursänderungen erkannte ich eine endlose Anhäufung von Häusern, die sich am Horizont zur Inselmetropole Auckland zusammen ballen, erkennbar an der Zahl der Hochhäuser und vor allem an dem über 328 m hohen Fernsehturm. Nach dem Mittagessen war es dann soweit. Ich bekam ein Blatt Papier, auf dem die Titelseite meines Passes kopiert war- und eine kleine Mitteilung enthielt, dass ich Passagier auf dem „Contship London“ sei, dann durfte ich losziehen. Der TV Tower lag etwa 2 km entfernt. Der Ausblick von dort ist einzig. Nach einem kurzen Stadtbummel ließ ich mich vom Taxi zum Schiff bringen, um dann mit dem 1. Ingenieur gleich wieder los zu marschieren, denn ich hatte ihn schon lange vorher zu einem guten Abendessen eingeladen. Das Restaurant im alten Fährhafengebäude war hervorragend, ein gelungener Abend. Am nächsten Morgen gegen 9 Uhr legten wir ab: Fahrtrichtung Noumea, Neukaledonien.

Sydney:
Gegen Mitternacht erreichten wir den Hafen von Sydney. Schon lange vor der Lotsenaufnahme zeigte sich die Metropole am Horizont. In der Abenddämmerung erschien die Stadt mit ihren Hochhäusern sehr eindrucksvoll. Nach dem Frühstück machten wir drei Passagiere uns auf dem Weg in die Stadt, ein Shuttlebus brachte uns zum Hafentor, dann kam auch ein Taxi. Etwa dreißig km Fahrt brachte uns zum Circular Quay.
Die Vier-Millionen-Einwohnerstadt Sydney hat einen ureigenen, persönlichen Charakter in allem, was ich gesehen habe. Die Architektur wechselt knallhart zwischen Wolkenkratzern und den direkt daran anschließenden schönen, mehrstöckigen Gebäuden aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts. Der Eindruck dieses ständig wechselnden Alt und Neu der Häuser bestätigt sich dann kurze Zeit später bei der Rundreise mit der Monorailbahn.
Am nächsten Morgen erwachte ich pünktlich, um unser Auslaufen bei Sonnenaufgang (6 Uhr) mitzuerleben. Mühsam kletterte unser Lotse von Bord, mit seinem Verlassen entschwand auch Australiens großartige Großstadt meinen Blicken.

Melbourne:
Die „London“ legte am Vormittag an. Schon das Einlaufen versprach zwei aufregende Tage, so lange sollten die Löscharbeiten dauern. Kurz nach dem Mittagessen stürzten wir Passagiere an Land. Ein Shuttle brachte uns zum Hafentor, und dort erwartete uns ein wagen der Seemannsmission, der uns in die Stadt brachte. Die Sonne lachte am Himmel, 18 Grad. Melbourne ist die Stadt der Straßenbahnen, die auf den breiten Straßen in der Mitte fahrend überall zu finden waren. Die Architektur ist abwechselnd hochmodern oder aus der Gründerzeit der Metropole (über 4 Millionen Einwohner). Es wird viel gebaut.
Doch! Melbourne hat mir gefallen!
Am frühen Nachmittag legten wir, mit einiger Verspätung, ab. Das Ablegen und die Ausfahrt aus Melbourne habe ich, wie immer von der Brücke aus verfolgt.

Adelaide:
Gegen 21 Uhr machte die „London“ im weit von der Stadt entfernten kleinen Hafen fest. Neben uns lag ein Viehtransporter, hochbeladen mit (noch leeren) Käfigen, in denen Schafe in die arabischen Länder transportiert werden. Ich besichtigte die Stadt, bevor es am nächsten Abend weiterging.

Meine Ansichten über die 3-Millionenstadt Adelaide sind gemischt. Die Grünanlagen sind sicherlich sehr beeindruckend, aber der Mix der Architektur reduziert den positiven Eindruck. Von der Kultur der Indigious People, die hier einmal in der Stadtmitte ihren heiligen Felsen hatten, ist nur das Kulturmuseum als Zeugnis vorhanden. Es sind auch kaum Aboriginies in der Stadt zu sehen.

Reiseberichte Australien

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