Reisebericht

Ein Bericht einer Südamerika-Reise

Sehr geehrte Frau Pfeiffer und Team.

Am 24.Dezember um 2 Uhr in der Früh gingen wir in Barcelona an Bord der Rio de Janeiro in Richtung Buenos Aires. Wir waren ziemlich aufgeregt, da wir nicht wussten was uns erwartet, fragten uns immer wieder, ob es uns in den 22 Tagen wohl nicht langweilig werden würde. NIE!

Der Kapitän war Bulgare, die sonstige Crew bestand aus 6 Deutschen (davon 2 Kadetten), 5 Polen und 14 Kiribatis. Die Polen sprachen gut englisch, manche Kiribatis auch, so dass die Verständigung kein Problem war. Mit der Zeit lernten wir auch ein paar Worte Kiribati, was ihnen grosse Freude machte. „Mauri, mauri“.

Die Eignerkabine mit Salon und Schlafzimmer übertraf all unsere Erwartungen. Mit so viel Luxus und Platz hatten wir nicht gerechnet.

Am zweiten Tag beschlossen wir den Lift nicht mehr zu benützen und so hatten wir unser tägliches Training: 3 Mal pro Tag in die Messe (5 Stockwerke tiefer als unsere Kammer) und mindestens 2 Mal pro Tag einen Rundgang auf dem Upper Deck (7 Stockwerke tiefer). Auch konnten wir ein paar Züge im Schwimmbad tun, grosse Strecken kann man darin aber nicht schwimmen.

Die Rundgänge auf dem Upper Deck waren für uns jeden Tag ein neues Erlebnis. Der Bug war der Höhepunkt; dort hörten wir die Wellen ans Schiff spritzen, verfolgten die verschiedenen Vögel, versuchten die fliegenden Fische fotografisch festzuhalten – gelang uns nicht sehr gut! -, beobachteten Gewitterstimmungen und Wolken-formationen und genossen die fantastischen Sonnenuntergänge!

Oft waren wir auf der Brücke, wo wir in vielen Gesprächen interessante Informationen erhielten. Auch durften wir dort immer wieder die genaue Lage des Frachters kontrollieren gehen. Sogar in den Motorenraum durften wir 2 Mal. Von den Massen des Motors, der Generatoren und all der anderen Geräte waren wir beeindruckt. Die Führung war so explizit und grossartig, dass wir sie nie vergessen werden.

Unvergesslich wird uns auch das Silvester-Nachtessen auf Deck bleiben. Ein Ferkel am Spiess wurde auf dem Grill gebraten, wir sassen alle an einem grossen Tisch und als Höhepunkt sangen die Kiribatis Lieder von ihren Inseln. Eine angenehmere Crew kann man sich eigentlich nicht vorstellen.

Nach 9 Tagen ohne Land oder ein anderes Schiff zu sehen, trafen wir in Suape ein. Da dieser Hafen im Urwald liegt, konnten wir zwar nicht aussteigen, uns aber bildlich wieder an Land gewöhnen. In Rio de Janeiro und Santos gingen wir dann von Bord, waren aber nicht unbedingt traurig wieder zurück auf den Frachter zu dürfen. In Buenos Aires hiess es endgültig Abschied nehmen. Schade! – Es war ein unvergessliches Erlebnis, und wir werden etwas Ähnliches wohl wiederholen.

In Südamerika reisten wir noch ein paar Wochen herum. Als wir zuletzt in Buenos Aires unsere Koffer gepackt hatten, wären wir beide viel lieber zum Hafen als zum Flughafen gefahren.

Ganz herzlichen Dank allen, welche geholfen haben uns diese Reise einzigartig zu machen!

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