Reisebericht

Ehepaar F. aus P.:

Die OPDR Las Palmas ist pünktlich in Hamburg am Schuppen 80-81 und wir können gleich unsere Kammer – Backbordseite – beziehen. Wir haben uns für die Route zu den Kanarischen Inseln entschieden.

Punkt 9 Uhr heißt es Leinen los. Während das Laden der Container in Hamburg fast beschaulich verlief, ging es in Rotterdam sehr turbulent zu. Zeit ist Geld, die Devise auf der gesamten Fahrt für die 14köpfige Crew, aber nicht für uns Passagiere. Wir haben Zeit – zum Lesen oder einfach nur auf dem Meer nach Delfinen Ausschau halten.

Zwischen Hamburg und Rotterdam empfängt uns Kapitän Lopez Pereiro zu einem Gespräch, sagt uns, was wir dürfen und was nicht. Leider dürfen wir aus Sicherheitsgründen nicht den Gang zum Bug benutzen, also keine Jogging-Tour 126 m hin, 126m zurück. Dafür steigen wir die Stufen 5 Etagen zur Brücke mehrmals am Tag hoch. Zu jeder Zeit, auch nachts, sind wir beim Kapitän und seinen Offizieren willkommen. Trotz nicht ausreichender Englischkenntnisse bei uns ist die Verständigung gut.

Am späten Abend in Rotterdam Leinen los, der nächste Hafen heißt Felixstowe/Ostengland. Wir sehen Felixstowe bei Sonnenaufgang. Ein Naturschutzgebiet mit Museum und ein Fort der Landgarde aus viktorianischer Zeit sind gleich am Hafen. Dort kann unentgeltlich ein Taxi der Seemannsmission angefordert werden. Ein Bus fährt direkt zur Stand, aber eine Wanderung entlang der Seepromenade ist empfehlenswert. Zu einem Pubbesuch in der Nacht hatten wir auch noch Zeit. Englische Pfund können an Bord oder in der Mission getauscht werden.

Bei schönem Wetter geht es vorzeitig um 14 Uhr in See. Das Mittag- und Abendessen ist reichhaltige, sehr schmackhafte, spanische Hausmannskost. Die Mahlzeiten werden gemeinsam mit Kapitän, Offizieren, Chief Ing. und Assistent in der Messe eingenommen. Sonntags gibt es zum Frühstück Kuchen, Trinkschokolade, extra dick und süß, mittags kalte Küche, Tapas – spanische Spezialitäten – wie Sardellen, Schinken, Ziegenkäse, Garnelen, Calamares, Salate, Oliven – also Herz bzw. Magen, was willst du mehr – und natürlich Rotwein.

Vor uns der Ärmelkanal mit der Meerenge von Dover – Calais im schönsten Sonnenschein und 4 Tage nur Wasser bis Santa Cruz de Tenerife. Viel Zeit zum Lesen auf dem Sonnendeck, denn das Wetter ist uns hold (noch), Brückenbesuche und der Chief zeigt und stolz seinen Maschinenraum. Wir sind von der Technik stark beeindruckt.

In der Biscaya ist Schluss mit lustig, der Atlantik demonstriert seine Naturgewalt. Duschen ist abenteuerlich und in der Kammer muss alles gesichert werden.

Nach 4 Tagen Orkantief endlich ist das Panorama von Santa Cruz de Tenerife in Sicht. 10 Minuten mit dem Bus, und schon sind wir im Zentrum. Wir haben einen halben Tag Zeit, die herrlich gelegene Stadt zu erkunden.

Das nächste Ziel ist nach 3 Stunden volle Fahrt Gran Canaria. Hier sehen wir Kathedrale, Paläste, Einkaufsmeile und wunderbare Plätze zum Verweilen beim Wein.

Die Blumeninsel Madeira mit der Hauptstadt Funchal erreichen wir am nächsten Morgen. Funchal ist in Bergen eingebettet. Ein Plus der Route: alle Liegeplätze sind nur 10.15 Minuten von den Städten entfernt. Einen ganzen Tag haben wir Zeit für die Stadtbesichtigung. Botanische Gärten mit Blumen und Baumraritäten, wie der uralte Drachenbaum, sind zu bestaunen. Bald heißt es wieder auf zum nächsten Ziel, entlang der marokkanischen Küste zur spanischen Enklave Ceuta, 6 Stunden bleiben uns für diesen kleinen spanischen Stadtstaat in Marokko. Die Mitteilung vom Kapitän, dass wir noch am Abend zusätzlich Tanger, die weiße Stadt am Meer, anlaufen, erfreut uns sehr. Im Abendschein durchfahren wir die Straße von Gibraltar – von der Brücke sehen wir den Felsen im Dunst und das Atlasgebirge von Marokko im traumhaften Abendlicht.

Früh am morgen in Tagner, die Kasbah und engen Gassen sind menschenleer, doch schon gegen Mittag ist Markt und freundliche Menschen zeigen uns den Souk. Es ist Sonntag, die Basare sind übervoll mit Händlern und Bauern, die Obst und Gemüse anbieten. Im Hafen liegen Boote zu hunderten, Fischer bieten frischen Fisch an und ein Gewirr von Netzen wird zum neuen Fang vorbereitet. Abends zum Dinner essen wir köstlich gebratenen Fisch.

Kurs auf Cadiz. 2 Stunden dauert die Überfahrt zur 3000 Jahre alten Stadt. Noch am Abend gehen wir von Bord zum Stadtbummel. Wir haben 2 ganze Tage für die Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt.

Wieder 4 Tage nur Wasser, Atlantik, Biscaya und Ärmelkanal.

Der spanische Nationalfeiertag, 12.Oktober, beschert uns wieder ein Festessen mit Leckerbissen, Rotwein und Likörchen. Noch einmal Felixstowe, Rotterdam und bei Kaiserwetter auf der Elbe nach Hamburg, wo alles begann. Der herzliche Abschied von Kapitän Manuel Lopez Pereiro und der Crew bleibt und in Erinnerung. Eine Reise mit Pfeiffer-Frachtschiffen werden wir für die Zukunft wieder einplanen.

Reiseberichte Kanarische Inseln

  • Herr P. mailte uns
    Sehr geehrte Frau Pfeifer, sehr geehrte Frau  Falkenberg, Ich bin gut wieder auf meiner Insel La Palma gelandet. Alles hat gut geklappt, dank Ihrer guten und professionellen Organisation. Beim [mehr...]
  • Ehepaar F. aus P.:
    Die OPDR Las Palmas ist pünktlich in Hamburg am Schuppen 80-81 und wir können gleich unsere Kammer – Backbordseite – beziehen. Wir haben uns für die Route zu den Kanarischen Inseln [mehr...]
  • Frau E. schrieb uns:
    ich habe die Reise, die ich bei Ihnen gebucht habe, voll genossen. Das war für mich ein absolutes "Highlight". Ich war voll zufrieden, alles hat gestimmt. Die Schiffscrew war nett, das [mehr...]
  • Frau T. und Frau M. schrieben uns:
    Liebe Pfeiffers, jetzt sind wir schon seit 2 Wochen zu Hause. Der Alltag hat uns wieder im Griff, aber die Erholung hält noch an. Es war unsere 4. Reise. Jede der Reisen (Norwegen, Irland, St. [mehr...]
  • Frau Q. und Herr R. aus H.:
    Liebes Pfeiffer-Team! Wir möchten uns nach unserer Rückkehr ( IFR 140 v. 18.05.10 bis 08.06.10 ) endlich bei Ihnen melden und zum Ausdruck bringen, dass es wie immer klasse war. (es war unsere 4. [mehr...]

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